Überblick:

Terminal-Dienste (Services) erlauben es unterdimensionierten PCs, Applikationen wie den Internet Explorer oder typische Office Anwendungen (Word, Excel etc.) anstatt in Ihrem eigenen, im Arbeitsspeicher eines zentralen Windows 2012R2 / 2016 x64 Terminal-Servers ablaufen zu lassen. Client-PCs werden dabei als Terminals genutzt, die lediglich der Eingabe von Daten (über Tastatur und Maus) dienen und diese an einen Terminal-Server weiterleiten.

Dieser führt die eigentliche Bearbeitung durch, wie etwa das Laden eines Web-Dokuments oder die Berechnung von Tabelleninhalten. Die auf den Terminalserver erstellten Ergebnisse werden zurück an den Client-Pc gesendet, über dessen Bildschirm dann die Ausgabe erfolgt.

Daraus ergeben sich vielfältige Vorteile:

So können Unternehmen bereits vorhandene, ältere PCs auch in Verbindung mit modernen 32 und 64-Bit-Applikationen weiter verwenden, was im herkömmlichen (also lokalen) Betrieb gar nicht möglich wäre. Noch immer finden sich in vielen Umgebungen PCs Pentium I -CPUs und nur wenigen MByte Arbeitsspeicher, was den Einsatz von aktuellen Büroapplikationen schlichtweg unmöglich macht. Parallel dazu können Unternehmen entsprechende Thin-Clients erwerben, die teils deutlich preiswerter als Standart PCs sind.

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen Client PCs und Netzwerkcomputern besteht darin, daß auf Client PCs weder das Betriebssystem noch Anwendungen heruntergeladen werden. Die gesamte Ausführung der Anwendungslogik erfolgt ausschließlich am Server.

Terminalserver-Verwaltung

Aus verwaltungstechnischer Sicht ist die traditionelle Einrichtung unternehmensweiter Anwendungen oft eine zeit-, kosten- und wartungsintensive Angelegenheit. Administratoren müssen die Anwendungen nicht nur physisch an jeden Client verteilen, sondern sich mit Fragen der Versionskontrolle, dem Remote-Support, mehreren Systemkonfigurationen und der Datenreplikation auseinandersetzen.

Bei mehreren tausend Benutzern können die Kosten dabei leicht außer Kontrolle geraten. Die IT-Umgebung in Unternehmen umfasst heute in der Regel eine Mischung aus Desktop-Geräten, Netzwerken und Betriebssystemen. Der Zugriff auf grundlegende Office-Anwendungen ist schwierig, bzw. im Falle des Internet/Intranet Computing überhaupt nicht vorgesehen. Oft sind kostenintensive Upgrades, zweifelhafte Emulationssoftware und das vollständige Umschreiben von Anwendungen erforderlich.

Heute sind die meisten unternehmensweiten Anwendungen für Netzwerke mit großer Bandbreite und leistungsfähigen Desktop-Computern konzipiert. Diese Anwendungen belasten im hohen Maße die Firmennetze und erzielen lediglich bescheidene Leistungen über Fernverbindungen. Aus diesem Grund vermeiden viele Anwender den Einsatz neuer, produktiverer Anwendungen. Die Folge sind redundante Arbeitsvorgänge und Produktivitätseinbußen.

Mit Terminal-Services können Sie diesen Verwaltungsaufwand auf ein Minimum reduzieren und somit Kosten sparen.